STROMLINIE

DIE SONDERAUSSTELLUNG

Janaur 2009 – Die Sonderausstellung „Stromlinie“ hat ein paar wichtige Änderungen erfahren. Vom 24.01.09 – 29.03.09 werden Fahrzeuge ausgestellt, die in dieser Form noch nie öffentlich gezeigt wurden.

1939 Porsche Typ 64 Berlin-Rom-Wagen:
Der auch als Porsche Typ 64 bezeichnete VW Typ 60 K 10 für die 1939 geplante Fernfahrt von Berlin nach Rom gilt als der unmittelbare Vorläufer des Porsche 356. Drei Exemplare wurden zwischen 1938 und 1939 gebaut, zwei sind durch Unfälle und Kriegseinwirkung zerstört worden, eins hat überlebt. Und dieses Original-Fahrzeuge ist jetzt nach genau 70 Jahren zum ersten Mal in einem Museum zu sehen.

Sein italienisches Pendant, der Lancia Aprilia Aerodinamica von Battista Pininfarina, ist nicht weniger bedeutend und wird ebenfalls erstmalig gezeigt. Der Wagen wurde im Windkanal der Polytechnischen Hochschule in Turin entwickelt und in drei oder vier unterschiedlichen Ausführungen gebaut. Der ausgestellte Wagen wurde an Mussolinis Schwiegersohn Graf Ciano ausgeliefert und nahm mit der Starnummer 72 an der Mille Miglia 1938 teil. Auch hierbei handelt es sich um das einzige noch existierende Exemplar.

Die Brücke zur Neuzeit schließlich schlägt der Greenpeace SMILE – Small, Intelligent, Light, Efficient – von 1996. Als hocheffizientes und leichtes Auto auf der Höhe der technischen Entwicklung stellt diese Konstruktion unter Beweis, was mit aerodynamischer Optimierung und dem Prinzip „Downsizing and supercharging“, also mit sehr kleinem Hubraum und hochverdichteter Verbrennungsluft möglich ist. Die Idee hinter dem SMILE ist heute aktueller als je zuvor und der Projektleiter von Greenpeace wird einer der Referenten sein.

Weitere Highlights der Sonderaustellung:
• Adler Autobahn (1938)
• Kamm K3 (1938)
• Mercedes W196 Stromlinie Reims (1954) und C111/3 Nardo (1973)
• Veritas Avus Stromlinie (1952)
• Wanderer W25 Stromlinie Lüttich-Rom-Lüttich (1938)
• Trippel SG6 (1942)

Insgesamt werden 25 sehr unterschiedliche Exponate zum Thema Stromlinie gezeigt, die die gesamte Bandbreite vom Versuchswagen (Kamm, Koenig-Fachsenfeld) über Serienfahrzeuge (Tatra) und Schwimmwagen (Trippel) bis zum Rekordwagen (MB C111) umfassen. Was in einer Kunsthalle als „Hängung“ bezeichnet wird, ist in unserem Fall die Präsentation der Exponate. Sie wurde so gewählt, dass die Straßenfahrzeuge den Renn- und Rekordwagen „face-to-face“ gegenüberstehen.
Ergänzt wird die Ausstellung durch vielfältige Informationen, historische Windkanalmodelle vom DLR Göttingen und FKFS Stuttgart sowie zahlreiche Original-Fotos aus dem PROTOTYP-Archiv, die als Edition in einer Mappe angeboten werden.

Das Thema Stromlinie im Sinne von aerodynamisch optimierten Fahrzeugen ist im Zeichen der Ressourcenverknappung hochaktuell und neben den Antriebskonzepten der wichtigste Baustein zur Verbrauchsminimierung. Daher bietet PROTOTYP interessierten Gruppen – Clubs, Schulklassen, Hochschulen – Vorträge und Führungen zum Thema an.

Die Sonderausstellung STROMLINIE beginnt am 24. Januar 2009 um 12.00h mit einem Symposium mit prominenten Referenten und einer großen Bandbreite an Themen.

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